25. Oktober 2012

„Orchideen -Vielfalt durch Innovation“

Stuttgart: Jeder kennt Orchideen, denn sie bringen einen exotischen Hauch in die Wohnzimmer. Was aber kaum jemand weiß: Orchideen sind nicht nur faszinierend schön, sondern sie sind eine der erfolgreichsten Pflanzengruppen überhaupt.

Zahlreiche außergewöhnliche Innovationen haben dazu geführt, dass Orchideen unglaublich artenreich sind, weltweit fast jeden Lebensraum besiedeln, millimeterklein, aber auch meterlang sein können und eine fantastische Formenvielfalt im Blütenbau haben. Die Sonderausstellung „Orchideen - Vielfalt durch Innovation“ des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart zeigt, mit welchen (r)evolutionären Neuerungen die Orchideen diese enormen Erfolge zustande brachten.

In einem Pressgespräch am Dienstag, den 23. Oktober 2012, erläuterte die Direktorin des Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart, Frau Professor Johanna Eder, zusammen mit dem Leiter der Abteilung Botanik, Dr. Mike Thiv die Ausstellung, die vom 25. Oktober 2012 bis einschließlich 26. Mai 2013 im Schloss Rosenstein stattfindet und beleuchtete die Schritte zum Erfolg der Orchideen.

 

Orchideen sind unglaublich arten- und erfolgreich. Bis jetzt kennt man etwa 24.000 Arten - das sind fast 10% aller Höheren Pflanzen. In der heimischen Flora spielen sie mit 55 Arten zwar eine — im Weltmaßstab betrachtet — eher untergeordnete Rolle, trotzdem gelten sie als besondere Kleinode.

„Der große Erfolg der Orchideen beruht auf dem Erfindungsreichtum der Evolution“ so Dr. Mike Thiv und fügte hinzu: „Ein ganzes Bündel von Neuerungen stand am Anfang dieser Entwicklung, die den Orchideen eine Vielzahl von ökologischen Nischen und Beziehungen erschloss.“

Am Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart tragen das Herbar - das botanische Gedächtnis des Landes - und die langfristige Kartierung der Flora BadenWürttembergs dazu bei, nachhaltige Naturschutzstrategien auch für die heimischen Orchideen zu entwickeln.

„Die Ausstellung ist eine Eigenkonzeption und hat 2 Jahre Arbeitszeit gekostet.“ so die Direktorin Prof. Eder „und nur mit der Kooperation von namhaften Unternehmungen ist diese Ausstellung bestens gelungen!“

Hintergrund: Zur Ausstellung ist ein Begleitband – siehe „Neue Bücher“ www.positiv-Medien.de - erschienen, der im Museumsshop für 7 € erhältlich ist.

Öffnungszeiten: Dienstags bis Freitags von 7:00 bis 17:00 Uhr * Samstags, Sonntags und Feiertags von 10:00 bis 18:00 Uhr

Eintrittspreise: Erwachsene 5 € * Ermäßigungen gibt es für Familien, Gruppen, und Schüler * Kinder bis zu 6 Jahren haben freien Eintritt

Weitere Informationen: Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart * Rosenstein 1 * 70191 Stuttgart * Telefon 0711-89360 * Internet: www.naturkundemuseum-bw.de

Text, Foto und Video: POSITIV-MEDIEN * (Waldemar Herzog)

Planetariumvorstellungen in den Herbstferien

Stuttgart: An Allerheiligen,  Donnerstag den 1. November 2012, ist das Planetarium in Stuttgart geschlossen.

In den Herbstferien vom 30. Oktober  bis 02. November 2012 finden zusätzlich jeweils um 11:15 Uhr Vorführungen mit dem Kinderprogramm und Kuppelkino für Kinder statt:

Dienstag, den 30. Oktober 2012: Wo schläft die Sonne in der Nacht?

Mittwoch, den 31. Oktober und Freitag, den 2. November 2012: Das kleine 1x1der Sterne

„Kaiserwalzer“ im Kino-Café

Stuttgart: Das Cannstatter Kino-Café zeigt am Montag, den 12. November 2012, um 14.30 Uhr im Sitzungssaal des Bezirksamts-Bad Cannstatt, Marktplatz 10, den Film „Ich küsse Ihre Hand, Madame“ von 1948, der  auch als „Kaiserwalzer“ bekannt geworden ist. Billy Wilder führte Regie bei diesem US-amerikanischen Filmmusical.

Karten zum Preis von 4 € sind im Vorverkauf bei der Bürgerinformation BadCannstatt, Marktplatz 10, erhältlich. Reservierungen sind zudem unter der Tickethotline 0711-216989 44 möglich.

„sport talk #12“ der SportRegion Stuttgart bei der Firma Winkels

Sachsenheim: Wenige Wochen nach den Paralympischen Spielen in London fand der zwölfte „sport talk“ der SportRegion Stuttgart am Dienstag, den 23.Oktober 2012, im interkommunalen Gewerbegebiet Eichwald (Sachsenheim) statt.

Vor rund 100 geladenen Gästen ging es im neuen Verwaltungsgebäude der Winkels Getränke Logistik GmbH um die Paralympischen Spiele.

Vor rund 100 geladenen Zuhörern stand der von Valeska Homburg im neuen Verwaltungsgebäude der Winkels Getränke Logistik GmbH moderierte „sport talk #12“ unterdem Motto „Paralympics – Vom Nischenereignis zum Medienspektakel“. Nach Großworten von Gerhard Kaufmann (Geschäftsführender Gesellschafter der „Winkels Getränke Logistik GmbH“) und Jürgen Scholz (Bürgermeister der Gemeinde Sersheim, Vorstandsmitglied der SportRegion Stuttgart, Präsident des Württembergischen sowie Vizepräsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes) kam zunächst in Andreas Escher ein Überraschungsgast zu Wort. Der 31-Jährige, der mehrere Jahre in der 2. Tischtennis-Bundesliga gespielt hat, ist beim Württembergischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband (WBRS) für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit mit Events zuständig sowie als Tischtennis-Trainer tätig. Er berichtete darüber, wie er als Betreuer des WBRS-Jugendlagers die Paralympics 2012 erlebt hat. Der WBRS besuchte vom 29. August bis zum 10. September 2012 mit einem 30-köpfigen Team die Paralympics in London. Ziel der Reise war es, die behinderten Nachwuchssportler das paralympische Flair hautnah erleben zu lassen, um sie somit für die nächsten Spiele 2016 in Rio de Janeiro und den Behindertensport im Allgemeinen zu motivieren und zu inspirieren.

Im Anschluss daran wurde unter der Leitung von Valeska Homburg über die Paralympics diskutiert. Auf dem Podium saß dabei viel Prominenz: Jochen Wollmert (Tischtennis), Maria Kühn (Rollstuhlbasketball), Matthias Berg (Leichtathletik und Skisport), Hannelore Brenner (Pferdesport) sowie Thomas Nuss (Leichtathletik). Alle fünf Talk-Teilnehmer haben schon an Paralympischen Spielen teilgenommen und sind als Medaillengewinner von dort zurückgekehrt. Nachdem zunächst einmal auf die aktuellen Ereignisse rund um die Paralympischen Spiele 2012 in London zurückgeblickt wurde, ging das Podium auf die Geschichte der Paralympics ein. In der Folge wurde über die Einteilung der Schadensklassen, die Arten der Leistungsmanipulation, die Integration von Menschen mit geistiger Behinderung in die paralympische Bewegung sowie die gesellschaftspolitischen Auswirkungen der Spiele gesprochen.

Das Podium; hintere Reihe, von links: Thomas Nuss, Moderatorin Valeska Homburg, Hannelore Brenner und Jochen Wollmert. Vordere Reihe, von links: Maria Kühn und Matthias Berg.

Veranstalter der Diskussionsreihe „sport talk“ ist die SportRegion Stuttgart. Die SportRegion Stuttgart kümmert sich um die interkommunale Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Sports in der Region Stuttgart. Die Talk-Reihe wird im Frühjahr 2013 fortgesetzt.

Text und Foto: POSITIV-MEDIEN (PR- SportRegion * Waldemar Herzog)

Filderkraut nun EU-weit geschützt

Stuttgart: Filderkraut ist ab sofort aufgrund seiner Qualität, seiner langen Tradition und des damit verbundenen besonderen Ansehens europaweit mit verbindlichen Vorgaben für die Herstellung der Produkte als regionale Spezialität geschützt.

Die EU-Kommission hat am Mittwoch, den 24. Oktober 2012, im europäischen Amtsblatt den Eintrag von Filderkraut/Filderspitzkraut in das Register der EU für geschützte geografische Angaben (g.g.A.) und geschützte Ursprungsbezeichnungen (g.U.) veröffentlicht.

„Filderkraut ist eine im Stuttgarter Raum und weit darüber hinaus bekannte und geschätzte regionale Spezialität und zugleich das Wahrzeichen der südlich von Stuttgart gelegenen Filderhochebene. Spitzenprodukte wie diese sind über die Region hinaus ein erstklassiger kulinarischer Botschafter für ganz Baden-Württemberg und zeichnen unser Genießerland aus“, sagte Verbraucherminister Alexander Bonde (Foto - links) anlässlich der Veröffentlichung des Eintrags am Mittwoch, den 24. Oktober 2012, in Stuttgart.

Der EU-Eintrag zeige einmal mehr, dass der Südwesten Deutschlands traditionell die Region der kulinarischen Vielfalt sei. „Ich gratuliere der Interessengemeinschaft Filderkraut und freue mich über diesen Erfolg“, so Bonde.

Viele landwirtschaftliche Betriebe auf den Fildern bauten seit Generationen ihre eigene Spitzkrautsorte an und vermehrten das Saatgut als so genannte Land- bzw. Haussorte in Eigenregie. „Die einzigartige Bodenstruktur der Filderebene, die sich vorwiegend durch fruchtbare Lößlehmböden mit hoher Nährstoffversorgung und einem konstant hohen Feuchtegehalt auszeichnen sowie das spezielle Mikroklima bieten ausgezeichnete Wachstumsbedingungen für Weißkohl. Seit jeher wird der Anbau speziell der Weißkohluntervarietät des Filderspitzkrauts daher nur auf den Fildern betrieben“, so Bonde. Bis heute würden keine Samen und Setzlinge über die Region hinaus vertrieben und keine Fremdzüchtungen von Spitzkohl verwendet. Viele kleinere Hersteller oder traditionsbewusste Familien verwendeten das Filderkraut heute noch, um Sauerkraut einzumachen. „Wer Filderkraut anbaut oder kauft, leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zum Erhalt einer jahrhundertealten bäuerlich geprägten Tradition und zu einer vielfältigen Natur- und Kulturlandschaft“, sagte Bonde abschließend.

Filderkraut ist eine selten gewordene und sehr geschmackvolle Untervarietät des weißen Kopfkohls mit der charakteristischen Spitze. Es hat weniger und feinere Blattrippen als der Rundkohl. Schon im 19. Jahrhundert war Filderkraut weit über die Region hinaus aufgrund seines vorzüglichen Geschmacks bekannt. Feinschmecker schätzen Filderkraut aufgrund seiner besonderen Schmackhaftigkeit, Zartheit und Feinrippigkeit. Die Geschichte des Krautanbaus auf den Fildern reicht lange zurück.

In Baden-Württemberg sind - Mineralwässer ausgenommen - derzeit insgesamt zwölf Produktbezeichnungen geschützt.

Text und Foto: POSITIV-MEDIEN (Waldemar Herzog *PR-UMBW)

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