15. Mai 2012

Rauchhaus zeigt Kindern die Gefahren des Feuers

Stuttgart: Die Freiwillige Feuerwehr in Stuttgart verfügt jetzt über ein sogenanntes Rauchhaus zur Brandschutzerziehung in Kindergärten.

Am Montag, den 14. Mai 2012, haben der Bürgermeister für Recht, Sicherheit und Ordnung, Dr. Martin Schairer (Foto rechts) und die Vorsitzende des Fördervereins Sicheres und Sauberes Stuttgart, Claudia Diem, dieses Demonstrationsobjekt – das einem Puppenhaus ähnelt – an den Leiter des Arbeitskreises Brandschutzerziehung, Frank Wörner, und den Vorsitzenden des Stadtfeuerwehrverbands, Klaus Dalferth, übergeben.

Schairer begrüßte die tatkräftige Unterstützung des Fördervereins, der die Kosten für das Rauchhaus übernommen hat. „Mit Hilfe des Rauchhauses lassen sich die Gefahren der Ausbreitung eines Brandes anschaulich verdeutlichen. Nicht nur das Feuer selbst birgt die Gefahren, gerade der hochgiftige Rauch führt zu vielen Verletzten und Toten bei einem Brand.“ In Deutschland ist jedes zehnte Brandopfer ein Kind. Oft sind hier auch Kleinkinder die Verursacher.

„Jährlich über 600 Brandtote, von denen die allermeisten im Rauch erstickt sind, zeigen uns, dass auch wir als Förderverein die durch die Freiwillige Feuerwehr geleistete Präventionsarbeit unterstützen müssen“, sagte Claudia Diem. „Die ehrenamtliche Präventionsarbeit erreicht nicht nur unsere Kinder in den Kindergärten, sondern auch Erzieherinnen und Eltern. Sie werden sensibilisiert und lernen dabei das richtige Verhalten bei einem Brand.“

Frank Wörner von der Brandschutzerziehung demonstrierte zusammen mit seinem Stellvertreter, Werner Hald, die Funktion des Rauchhauses. „Mit Hilfe der Rauchschlange erklären wir den Kindern und den Eltern den Brandrauch. Der Rauch ist schwarz, sehr giftig und extrem heiß. Hiervor müssen wir uns bei Tag und bei Nacht schützen. Doch wer weckt uns in der Nacht?“, hebt Wörner hervor.

„Bislang haben sich leider nur wenige Bürger geeignete Rauchmelder für ihre Wohnungen beschafft“, erklärte Klaus Dalferth, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbands Stuttgart. „Die Menschen von der Notwendigkeit dieser lebensrettenden Geräte zu überzeugen, ist ein wichtiger Teil des Projekts beim Arbeitskreis Brandschutzerziehung im Stadtfeuerwehrverband. Mit unserem Programm, das 2007 mit dem Stuttgarter Bürgerpreis ausgezeichnet wurde, konnten bisher über 8 000 Kinder und deren Eltern in 260 Kindergärten erreicht werden.“

Interessierte Stuttgarter Kindergärten und auch Sponsoren können sich per eMail an den Stadtfeuerwehrverband Stuttgart, Arbeitskreis Brandschutzerziehung, unter: brandschutzerziehung@stadtfeuerwehrverband-stuttgart.de wenden.

Text und Foto: POSITIV-MEDIEN (Waldemar Herzog * Pressedienst)

Jahreskonferenz Cities for Children im Stuttgarter Rathaus

Stuttgart: Im Zentrum der 6. Jahreskonferenz des Städtenetzwerks „Cities for Children“, die am 14. und 15. Mai im Stuttgarter Rathaus stattfindet, steht in diesem Jahr das Thema „Kinderfreundliche Quartiersplanung“.

Im Rahmen der Veranstaltung überreichte Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster (Foto rechts) dem Vize-Präsidenten des Europäischen Parlaments, Rainer Wieland, und dem Direktor der EU-Kommission „Erziehung und Kultur“, Pascal Léjeune, eine Agenda zur kinderfreundlichen Quartiersplanung. Schuster betonte, dies sei „eine ganz zentrale Aufgabe der europäischen Großstädte.“

Ziel der Agenda ist es, die Städte in Europa stärker für dieses Thema zu sensibilisieren und sie durch gelungene Praxisbeispiele aus europäischen Metropolen zur Nachahmung zu motivieren. Darüber hinaus bietet die Agenda die Chance, auf eine stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Gestaltung des gesellschaftlichen und politischen Miteinanders hinzuweisen.

Agenda für kinderfreundliche Quartiersplanung: Kinderfreundliche Quartiers-planung besteht vor allem darin, sich am täglichen Leben der Kinder zu orientieren und gezielt auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Kinderfreundliche Nachbarschaften müssen sich also an den Praktiken und Bewegungsmustern der Kinder im Alltag ausrichten. Kinder erfahren beispielsweise ruhenden Verkehr als Einschränkung ihrer Freiräume und frequentierte Straßen als eine Bedrohung ihrer Sicherheit und Unabhängigkeit.

OB Schuster: „Bei dem zunehmenden Wettbewerb der Städte um junge Familien spielt ein kinderfreundliches Lebens- und Wohnumfeld eine große Rolle. Die Gestaltung der Wohnquartiere und der sie umgebenden Nachbarschaft sind dabei wichtige Faktoren, welche die Lebensqualität der Familien und Kinder beeinflussen. Europäische Kommunen müssen sich dieser Verantwortung bewusst sein.“

Informationen zum europäischen Städtenetzwerk „Cities for Children“: Das Netzwerk „Cities for Children“ wurde 2007 von der Landeshauptstadt Stuttgart gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung gegründet, um den Austausch kinderfreundlicher Strategien europäischer Großstädte untereinander zu fördern.

Mit Unterstützung seiner Schirmherren – dem Kongress der Gemeinden und Regionen Europas des Europarats, dem Rat der Gemeinden und Regionen Europas und dem Ausschuss der Regionen – trägt das Netzwerk dazu bei, dass Kinder- und Familienfreundlichkeit als kommunalpolitischer Schwerpunkt in Europa etabliert werden.

Alle Informationen zur sechsten Jahreskonferenz Cities for Children sind im Internet unter: www.stuttgart.de/citiesforchildren-2012 erhältlich.

Text und Foto: POSITIV-MEDIEN (Waldemar Herzog * Pressedienst)

Wissenschaft im Rathaus

Stuttgart: In der Reihe „Wissenschaft im Rathaus“ sowie im Rahmen des Projektes „Stuttgart liest ein Buch“ referiert Professor Dr. Ortwin Renn von der Universität Stuttgart am Montag, den 21. Mai 2012, um 19:00 Uhr im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses zum Thema „Risiko Mensch – Risiko Natur: Das Spannungsfeld zwischen Gestalten und Erleiden“.

Der Vortrag behandelt die Bedrohung durch die Naturgefahren und die durch das Handeln der Menschen hervorgerufenen Risiken für Gesundheit und Umwelt. Zum einen hat sich die Lebenserwartung der Menschen in den OECD-Staaten deutlich erhöht, und die Zahl der Opfer der Naturgefahren, vor allem der Infektionskrankheiten, ist stetig gesunken. Zum anderen verändern die Menschen ihre Umwelt in einem Ausmaß, dass sie selbst neue Gesundheits- und Umweltrisiken erzeugen. Kann man aus diesem Teufelskreis ausbrechen? Wo liegt der Mittelweg zwischen Geschehen-Lassen und Geschehen-Machen?

Zur Person: Professor Dr. Ortwin Renn (Foto rechts) wurde 1951 in Schmidtheim geboren, lehrt seit 2003 Technik- und Umweltsoziologie an der Universität Stuttgart und ist Direktor des zur Universität gehörigen Interdisziplinären Forschungsschwerpunkts Risiko und Nachhaltige Technikentwicklung ZIRN am Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung IZKT. Er ist zudem unter anderem Vorsitzender des Nachhaltigkeitsbeirats des Landes Baden-Württemberg.

Informationen: www.stuttgart-liest-ein-buch.de und www.stuttgart.de/wissenschaft/vortraege .

Text und Foto: POSITIV-MEDIEN (Waldemar Herzog * PR-Pressedienst)

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