Hotel

Deftige Genüsse in rustikalem Ambiente

Der Name des Hotels im Zentrum der Altstadt lässt nicht unbedingt vermuten, dass hier typisch slowakisch gekocht wird. „Perugia“ verweist vielmehr darauf, dass die Italiener gerne nach Bratislava kommen. Und die fühlen sich in der Pizzeria im Keller fast wie Zuhause. Im Erdgeschoss genießen die Gäste dagegen die traditionelle einheimische Küche. Hier werden die Gäste mit slowakischen Spezialitäten verwöhnt. 

Unser Foto zeigt: Irana Seckarova verwöhnt ihre Gäste in stimmungsvoller Atmosphäre. Der Keller im Hotel „Perugia“ gehört zu den Lieblingslokalen des slowakischen Fremdenführers Marian Bilacic.

Ein würzig-aromatischer Duft aktiviert die Magensäfte der Gäste, als Paul Kmet in der rustikal eingerichteten Gaststube die Ente mit Blaukraut serviert. Eine der Spezialitäten im Hotel „Perugia“. Mit einer typisch slowakischen Beilage: Loksa – ein Palatschinken (Foto: links) aus Kartoffelteig.

„Unserer Gäste bestellen gerne Gans oder Ente“, beobachtet Irana Seckarova. „Und wir kochen gerne scharf, mit viel Paprika und Wein“, erklärt die Inhaberin des Hotels in der Zelená ulica – in der grünen Straße von Bratislava. Fünf Köche verarbeiten hochwertige Lebensmittel aus den landwirtschaftlichen Betrieben der Region.

Knoblauchsuppe im Brotlaib

Als Vorspeise wählen viele Gäste eine deftige Krautsuppe mit Klobasa. Klobasa ist eine geräucherte Wurst: Scharf, fett und einfach lecker. Ein Genuss ist die Knoblauchsuppe, die in einem aufgeschnittenen Brotlaib serviert wird. „Manche Gäste essen die komplette Suppenschüssel mit und schaffen dann den Hauptgang nicht mehr“, sagt Seckarova mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht.

Die slowakische Küche ist deftig und schwer. Halusky heißt das Nationalgericht, das vor allem auf dem Land angeboten wird: Kartoffelnnockerln mit Schafskäse. Die Gasstätten in Bratislava haben neben Schweinefleisch auch eine große Auswahl an Fisch und Geflügel auf der Speisekarte. Dazu passt eines der guten slowakischen Biere. Zlaty Bazant gehört zu den größten Brauereien in der Slowakei, die ein leichtes und süffiges Bier produziert.

Würzig und aromatisch schmeckt der geräucherte Käse, der auch in den Supermärkten zu kaufen ist. Im Sommer stehen junge Mädchen an den Straßen und verkaufen eine salzige Variante dieses Leckerbissens. Die zopfartig geflochtenen Streifen verführen zum Naschen.

Zur Entenkeule schenkt Paul Kmet einen kräftigen Rotwein ein. „Perugia“ verfügt über ein vielseitiges Sortiment eigener Weine aus Nitra. Edle Tropfen gedeihen auch an den Hängen der Karpaten. Modra und Pezinok sind traditionelle Weinbaugebiete, die ihre Winzerkultur im Herbst mit bunten Festen folkloristisch und touristisch vermarkten.

Zu einem slowakischen Essen gehört ein Borovicka. Der Wacholderschnaps regt Verdauung und Durchblutung an: Na zdravie!

Urlaub im Drei-Sterne-Hotel

„Perugia“ ist ein Drei-Sterne-Hotel (www.perugia.sk) mit 27 Betten. Die drei Einzel- und elf Doppelzimmer sind komfortabel und ansprechend eingerichtet. Die Suiten verwöhnen die Besucher mit hochwertigem Luxus.

 „Wir haben das ganze Jahr über Gäste“, freut sich Irana Seckarova. „Im Schnitt bleiben sie ein bis zwei Nächte, einige aber auch bis zu einer Woche.“ Die meisten Gäste sind Geschäftsleute. „Und im Sommer kommen viele Italiener, die in der Slowakei Urlaub machen“, sagt Seckarova. Abends trifft man sie im Keller des Hotels, der die Gäste mit seiner gemütlichen Atmosphäre begeistert. Vor allem, wenn noch eine temperamentvolle Zigeunerband für Stimmung sorgt. Geschäftsleute und Urlauber fühlen sich in den freundlichen Zimmern des Hotel „Perugia“ sehr wohl.

Text und Foto: Stefan Zibulla

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