4. Mai 2009

Stärkung der berufsbezogenen Sprachkompetenz für Menschen mit Migrationshintergrund

Stuttgart: Bei einem Pressegespräch am Dienstag, den 28. April 2009 im Stuttgarter Rathaus, wurde die Öffentlichkeit von den zuständigen Institionen der Stadt Stuttgart über das Programm zur Stärkung der berufsbezogenen Sprachkompetenz für Menschen mit Migrationshintergrund vorgestellt.

Das Trägernetzwerk Stuttgart - zusammengesetzt aus Bildungsträgern und Sozialunternehmen - wurde vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in das Programm „Stärkung der berufsbezogenen Sprachkompetenz für Personen mit Migrationshintergrund“ aufgenommen und im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) ausgerichtet.

Globalisierung und demografische Entwicklungen führen dazu, dass Ballungsräume künftig noch stärker international und multikulturell geprägt sein werden.

Stuttgart wandelt diese Herausforderung mit einer aktiven Integrationspolitik in eine große gesellschaftliche Chance. Mit dem „Stuttgarter Bündnis für Integration“ hat die Landeshauptstadt die kommunale Integrationspolitik als Gesamtstrategie entworfen und in allen Bereichen der Kommune und des öffentlichen Lebens umgesetzt.

Unter Federführung der Arbeitsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart hat sich ein Trägernetzwerk konstituiert, das sich aus Bildungsträgern und Sozialunternehmen zusammensetzt. Hier sollen Themen aus den Bereichen Migration und Arbeit verknüpft behandelt werden.

Das ESF-Programm eröffnet die Chance, in einer bislang nicht vorhandenen Bündelung von Sozialunternehmen, Bildungsträgern, Arbeitsagentur und Kommune Möglichkeiten für die berufliche und soziale Integration von Menschen mit Migrationshintergrund anzubieten. Dies geschieht über Kurse zur beruflichen Qualifizierung mit den Bestandteilen ‚Sprachförderung‘, ‚berufliche Qualifizierung‘ und ‚Praktikum. Ein Kurs dauert in Vollzeit zirka sechs Monate, in Teilzeit rund zwölf Monate.

Zielgruppe der Maßnahmen sind Personen mit Migrationshintergrund, die durch verbesserte Kenntnisse der deutschen Sprache einen leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt bekämen. Ferner sollen spezifische Migrantengruppen bei der Berufsorientierung, beim Erwerb von Abschlüssen und Qualifizierungszertifikaten oder beruflicher Schlüsselqualifikationen sowie bei der Entwicklung von Berufsperspektiven unterstützt werden. Soziale Nachhaltigkeit wird durch die Stabilisierung individueller und sozialer Lebenssituationen gefördert, durch die Berücksichtigung der Ressourcen und der Lebensbiografien und durch soziale und gesellschaftliche Integration von Migranten.

Stuttgart ist eine internationale Stadt: Rund 200.000 Stuttgarter und Stuttgarterinnen sind im Ausland geboren. Rund 40 % der Bürgerinnen und Bürger und 56 % der unter 18-Jährigen in Stuttgart haben einen Migrationshintergrund. Bei fast jeder zweiten Heirat ist wenigsten ein Partner Ausländer. Menschen aus über 170 Nationen leben in unserer Stadt und sprechen 120 Sprachen.

Interessenten und weitere Informationen bei: vhs stuttgart, Fritz-Elsas-Straße 46/48, 70174 Stuttgart, Telefon 0711-1873781, Email: marta.aparicio@vhs-stuttgart.de, Internet: www.vhs-stuttgart.de

Text: Pressedienst Stuttgart * Foto: Waldemar Herzog

UNESCO-Welt-Jugend-Festival vom 13. bis 19. Juli 2009 in Stuttgart

Stuttgart: In einem Pressegespräch am Dienstag 28. April 2009 informieren Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster (Foto: Mitte) gemeinsam mit der Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport, Dr. Susanne Eisenmann( Foto: 5. von links), und dem Geschäftsführer des Stuttgarter Jugendhaus gGmbH, Sieghard Kelle, (Foto: 4. von links)und weitere Mitglieder von Institutionen über die Ziele des Festivals, den Ablauf und die einzelnen Programmpunkte.

Rund 500 Jugendliche aus 44 Ländern sind vom 13. bis 19. Juli in der Landeshauptstadt zu Gast. Als Teilnehmer des UNESCO Welt-Jugend-Festivals Stuttgart 2009 erleben und gestalten sie eine Woche des interkulturellen Austausches. Die Veranstaltung steht unter dem Motto: „Alles Leben ist Begegnung — Jugend im Dialog der Kulturen“. Sie soll an den großen Erfolg des UNESCO Welt-Jugend-Festivals anknüpfen, das erstmals während der Fußball-WM 2006 in Stuttgart stattfand.

Dieses weltweit einzigartige Festival geht auf eine Initiative von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster zurück. Die Unterstützung vieler Städte, Kommunen, Organisationen, Vereine und Unternehmen ermöglichte es vor drei Jahren 2006 Jugendlichen aus aller Welt, zum UNESCO Welt-Jugend-Festival nach Stuttgart zu kommen. OB Schuster: „Der Grundgedanke lautete damals: ‚Begegnung ist der erste Händedruck des Friedens‘. Die Teilnehmer haben diese Idee auf beeindruckende Weise mit Leben gefüllt.“ Im Mittelpunkt standen der sportliche und kulturelle Austausch sowie die Förderung eines aktiven Transfers von Nationalitäten, Sprachen und Kulturen in einem friedenspädagogischen Sinn.

Dr. Susanne Eisenmann, Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport: „Auch beim diesjährigen UNESCO Welt-Jugend-Festival begegnen sich Menschen aus allen Kontinenten. Wichtig ist uns dabei, den interkulturellen Dialog zu fördern, zur Völkerverständigung beizutragen und unsere Gastfreundschaft unter Beweis zu stellen.“ Die Jugendlichen sind in Gastfamilien aus Stuttgart und der Region untergebracht. „In dieser Woche überwinden alle Beteiligten Fremdes und finden viele neue Freunde“. so Dr. Eisenmann.

Das Programm verbindet vielfältige Sport-, Kultur- und Freizeitveranstaltungen. Der Schwerpunkt liegt bei einem zweitägigen Kongress „Klimaschutz und Energie für unsere Zukunft“ im Hegelsaal des Kultur- und Kongreßzentrums Liederhalle. Hier werden die Jugendlichen über die Brisanz des Themas diskutieren und Spielräume für eigenes Engagement ausloten. Prof. Klaus Töpfer, Gründungsdirektor des Instituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit, und Jerome C. Ringo aus Washington, Vorsitzender der Apollo Alliance sowie Referenten der Universitäten Stuttgart und Hamburg informieren die Jugendlichen und wollen sie zu verantwortungsvollem Handeln ermutigen.

Von großem Interesse für die Gäste aus aller Welt wird sicher auch der ganztägige Infomarkt rund um das Thema Klimawandel und Energie sein. Der zweite Kongresstag wird für die Jugendlichen ein Arbeitstag sein. In circa 30 Workshops werden die Jugendlichen unter der fachkundigen Moderation von Vertretern der Universität Stuttgart, der EnBW Akademie Gesellschaft für Personal- und Managemententwicklung mbH sowie des Chemischen Instituts Dr. FIad eingehend über ihre Erfahrungen, landesspezifischen Klimaprobleme und Lösungsansätze diskutieren. Ziel wird es sein, eine ‚Stuttgarter Erklärung zum Klimaschutz‘ zu verabschieden. „Wir möchten gemeinsam mit den Jugendlichen im Bereich Klima und Energie Zeichen setzen. Dabei greifen wir aktuelle Themen nachhaltig auf und regen dadurch zum Nachdenken an“, so OB Schuster.

Zur Festivaleröffnung am 13. Juli 2009 lädt die Daimler AG die Teilnehmer ins Mercedes-Benz Museum ein. Während der ganzen Woche ist das Jugendhaus Mitte als erste Anlaufstelle und Treffpunkt eingerichtet. Auf dem Festivalprogramm finden sich Sportwettkämpfe im Wilhelm-BraunSportpark in Feuerbach und ein ganztägiger Workshop, an dem die Jugendlichen aus rund 70 verschiedenen Angeboten ihr Programm auswählen und die Vielfalt von Kulturen kennen lernen können. Im Mittelpunkt steht das UNESCO Dekadenthema „Übermittlung von Kulturerbe“. Ein Fest im Eissport-Zentrum Waldau beschließt das Festival.

Das Internet-Portal www.mondialogo.org bietet den Teilnehmern im Anschluss eine zentrale Kommunikationsplattform, über die sie in Kontakt bleiben können.

Fünf Kommunen aus der Region Stuttgart, rund 15 Vereine und elf Schulen sowie knapp 30 Familien haben ihre Unterstützung bereits zugesagt. Ein wichtiger Partner sind auch die Botschaften und Konsulate. Sie haben im Vorfeld ihre internationalen Kontakte gebündelt, übernehmen Patenschaften für die Gäste oder finanzieren Reisekosten. „Wir würden uns freuen, wenn sich weitere Familien am besten mit Kindern zwischen 17 und 22 Jahren bereit fänden, internationale Gäste bei sich aufzunehmen“, so Dr. Eisenmann.

„Ich bin sehr dankbar, dass es uns trotz der schwierigen Finanzlage gelungen ist, Firmen und Stiftungen zu finden, die uns in grosszügiger Weise unterstützen. Darüber hinaus gibt es eine enorme Vielzahl an Sachleistungen, die uns ebenfalls sehr helfen, das Festival zu einem Erfolg werden zu lassen“, so OB Dr. Schuster. Dank der Einbindung des Verbands Region Stuttgart wird den Jugendlichen für die Dauer der Veranstaltung ein kostenloser Ausweis für das gesamte Netz des WS an die Hand gegeben.

Der Sportvereine von der Region Stuttgart engagieren sich in einer ganz besonderen Weise und der Geschäftsführer des Sportkreis Stuttgart, Dominik Hermet sagte uns:

 

Das Welt-Jugend-Jugendfestival steht unter der Schirmherrschaft der UNESCO. Es wird von der Landeshauptstadt Stuttgart veranstaltet, die Stuttgarter Jugendhaus gGmbH zeichnet für die Umsetzung verantwortlich.

Weitere Informationen bietet die Internetseite des Festivals: www.unescofestival.com

Text: Pressedienst Stuttgart und Waldemar herzog * Foto und Video: Waldemar Herzog

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