23. Dezember 2010

„Alte Apotheke“ in Stuttgart gibt Kochbuch heraus und spendet an Pflegedienst Can

Stuttgart: Dr. Petra Steinbeck, Inhaberin der „Alten Apotheke“ in Stuttgart-Feuerbach, überreichte am Dienstag, den 21. Dezember 20010, das gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen erstellte Kochbuch „Kulinarische Integration“ an die Feuerbacher Bezirksvorsteherin Andrea Klöber und an Martha Aykut, stellvertretende Leiterin der Abteilung Integration. Außerdem übergab sie an  Kenan Can, Inhaber des Interkulturellen Pflegedienstes CAN  - ein ambulanter Pflegedienst in Stuttgart-Feuerbach, der sich auf die Betreuung von Menschen mit Migrationshintergrund spezialisiert hat - einen Spendenscheck in Höhe von 500,- €.

Unser Foto zeigt:  Andrea Klöber (3.v.links), Bezirksvorsteherin Feuerbach; Dr. Petra Steinbeck (5.v.links), Inhaberin der Alten Apotheke;  Martha Aykut (7.v.links), stellvertretende Leiterin der Abteilung Integration; Kenan Can (9.v.links), Inhaber des Interkulturellen Pflegedienstes Can, sowie  Mitarbeiterinnen der Alten Apotheke, bei der Buchübergabe

Weihnachtsgaben an Kunden und Freunde haben in der Alten Apotheke bereits seit vielen Jahren Tradition. Anlässlich der aktuellen Diskussion um die hiesige Integrationspolitik kam Dr. Petra Steinbeck und ihrem Mann spontan die Idee, dieses Jahr als Geschenk ein Kochbuch mit dem Titel „Kulinarische Integration“ zu gestalten, um in diesem Rahmen ein Zeichen zu setzen: „Ob mit unseren Kunden oder mit unseren Mitarbeitern, wir sehen uns als positives Beispiel, wie wir in der Alten Apotheke interkulturelle Integration leben und zeigen damit, dass dies durchaus funktionieren kann“. Für Petra Steinbeck bedeutet es außerdem einen guten Anlass zur Kommunikation: „Das Buch bietet eine gute Gelegenheit kulturübergreifend ins Gespräch zu kommen und sich mit Kunden und Freunden über das Thema auszutauschen“.

Mit großem Engagement und viel Freude haben alle Mitarbeiterinnen diese Idee innerhalb von nur acht Wochen in die Tat umgesetzt und Rezepte aus den verschiedenen Nationen und Regionen gesammelt und gekocht. Kombiniert mit Fotos der Fotografin Frieke Weiss und persönlichen Bildern von den Mitarbeiterinnen und aus deren Heimat ist aus der spontanen Idee in kurzer Zeit ein 80-seitiges, sehr ansprechend gestaltetes Kochbuch entstanden, das eine vielfältige internationale Rezeptauswahl bietet und große Lust aufs Nachkochen der teilweise ganz unbekannten Gerichte macht. Ob Akroschka, eine russische Sommersuppe, Mutabbal –Auberginenpüree aus dem Libanon, das brasilianische Nationalgericht Feijoada , das Traditional Irish Sherry Trifle oder schwäbische Ofenschlupfer, aus vielen Kulturen und Regionen ist bei den 69 Rezepten aus 17 Ländern für  jeden Geschmack etwas dabei. Das Vorwort ist außerdem  in zwölf  verschiedenen Sprachen zu lesen,  um möglichst viele Menschen mit diesem Buch zu erreichen. Das Kochbuch ist in einer Auflage von 6.000 Stück erschienen und liegt in der Alten Apotheke zur Mitnahme aus.

Seit 2009 gibt es den Interkulturellen Pflegedienst Can in Stuttgart-Feuerbach, der Hauswirtschaftdienste und Grund- und Behandlungspflege für Menschen mit Migrationshintergrund anbietet. Seine Kunden kommen hauptsächlich aus dem türkischen, kosovo-albanischen, pakistanischen, serbo-kroatischen und arabischen Raum. Mit Mitarbeitern aus diesen Ländern, die sich sowohl sprachlich als auch kulturell auf die Patienten einstellen können, schließt Inhaber Kenan Can in Stuttgart eine Versorgungslücke, für die es vorher kein Angebot gab.

Die „Alte Apotheke“ ist mit über 125 Jahren die älteste Apotheke in Stuttgart-Feuerbach und präsentiert sich als eine gelungene Synthese aus Tradition und Moderne dank des Apothekerehepaar Steinbeck, das die Apotheke im April 1991 übernommen und neu eröffnet hat.

Text und Foto: POSITIV-MEDIEN (Pressebüro-Dieterich * Waldemar Herzog)

Stuttgarts gesellschaftspolitische Innovationen gelten als beispielhaft

Stuttgart: Eine Bilanz des Jahres 2010 zieht der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, Dr. Wolfgang Schuster, in seinem veröffentlichten Videopodcast (www.stuttgart.de) zum Jahreswechsel.

Trotz spürbarer Steuerrückgänge habe die Stadt die Investitionen gesteigert - vor allem für die Sanierung, den Ausbau und den Neubau von Kindertagesstätten und Schulen. OB Schuster: „Wir leisten uns diese Investitionen, um die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt zu verbessern.“ Stuttgart habe sich in 2010 weiter zu einer kinderfreundlichen Stadtgesellschaft entwickelt.

Auch im Bereich der Integration seien weitere Fortschritte erzielt worden: „Unsere gesellschaftspolitischen Innovationen wie unser Bündnis für Integration gelten als beispielhaft. Es fördert das friedliche Zusammenleben von mehr als 170 Nationen in unserer Stadt.“

Ein Dank spricht Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster Heiner Geißler für die Schlichtung zum Thema Stuttgart 21 aus. Er habe wesentlich dazu beigetragen, die Diskussion zu versachlichen: „Bei Stuttgart 21 geht es eben nicht um Leben oder Tod, sondern um die Lösung des Problems, wie der Bahnknoten Stuttgart langfristig leistungsfähiger gestaltet und in das Hochgeschwindigkeitsnetz eingebunden werden soll. Die Schlichtung hat deutlich gemacht, dass es eben nicht nur schwarz-weiß gibt, sondern dass die Entscheidung für das Bahnprojekt Stuttgart 21 auf der Grundlage eines komplexen Abwägungsprozesses zwischen verschiedenen Alternativen getroffen wurde. Wir sollten den Schlichterspruch akzeptieren und nach vorne blicken.“

Die Stadt habe, so der OB weiter, im vergangenen Jahr gelernt, dass neue Formen der Bürgerbeteiligung eingesetzt werden müssten. „Deshalb haben wir mit einer neuen Form der Kommunikation bei der künftigen Gestaltung des Rosensteinviertels begonnen. Die Resonanz auf die bisherigen Veranstaltungen ist sehr positiv und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Wichtig ist uns, dass wir gemeinsam mit den Bürgern im Rosenstein ein schönes und attraktives Stück Stuttgart gestalten können“, so Stuttgarts Oberbürgermeister. Der Stadt gehe es bei der Planung des Rosensteinviertels nicht um die Erzielung höchstmöglicher Grundstückspreise, sondern um die Erweiterung des Schlossgartens sowie um ökologisches Bauen mit bezahlbaren Wohnungen auch für Familien.

Die Videobotschaft und der Originaltext ist unter www.stuttgart.de abrufbar.

Text und Foto: POSITIV-MEDIEN (Pressedienst-Stuttgart * Waldemar Herzog).

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